Mönchshöhlen

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Die Abgeschiedenheit in der Wüste ist ein historisches Phänomen, das zu allen Zeiten bekannt war. Viele Eremiten kamen zu verschiedenen Zeiten in die judäische Wüste und an das Tote Meer. Während der byzantinischen Periode (4. bis 7. Jh. n. Chr.) nahm das Phänomen der Einsiedlermönche zu, und verschiedene Klöster wurden überall in der Wüste gegründet. Die meisten Aktivitäten fanden im nördlichen Teil des Toten Meeres statt, obwohl auch im Süden des Toten Meeres und im Negev Beweise dafür entdeckt wurden, wie in den Mönchshöhlen in der Nähe des Flusses Zin.

Der Zin-Bach ist einer der größten Bäche im Negev und entwässert den hohen Negev-Berg in der Gegend von Mitzpe Ramon. Er hat sich sein Bett in der Gegend von Sodom gegraben, entlang der Hügel des antiken „Zungen“-Sees (der sich später zum Toten Meer entwickelte, wie wir es heute kennen). Der Bach Zin hat eine Wüstenlandschaft mit Ebenen, tiefen Schluchten und Canyons geschaffen, seit sein Wasser die weichen, brüchigen Felsen erodiert hat. In diesen vielen Felsen sind natürliche Höhlenöffnungen entstanden, die im Laufe der Jahre vom Menschen erweitert wurden. Einige von ihnen dienten als Behausungen oder zur Lagerung von Lebensmitteln und Ausrüstung, und einige wurden für religiöse Aktivitäten genutzt.

Die Mönchshöhlen wurden bereits in der Nabatäerzeit als vorübergehende Aufenthaltsorte genutzt und es wurden sogar Gräber aus der nabatäisch-römischen Zeit entdeckt. Während der byzantinisch-christlichen Periode operierten lokale Mönche in diesen Höhlen. Die Mönchshöhlen und eine byzantinische Cappella (Gebetskapelle) befinden sich entlang des Baches Zin, auf seinem Weg zur Mündung in das Tote Meer, in der Gegend von Sodom. In dem kleinen Wadi unterhalb der Mergelsteinhügel wurden drei Höhlen gefunden, eine am Westufer und zwei am Ostufer. In der Grabhöhle am Ostufer sind Ausgrabungen der Grabkammern zu sehen, die aus der nabatäisch-römischen Zeit (1-3 Jahrhunderte n. Chr.) stammen. Neben dieser Grabhöhle gibt es eine weitere Höhle, die ebenfalls während der nabatäischen Zeit bis in die byzantinische Zeit genutzt wurde.

Gegenüber, auf der anderen Seite des Wadis am westlichen Ufer, ist die zentrale Kapelle zu sehen, die aus der byzantinischen Zeit stammt (die Höhle stammt aus dem 5. – 6. Jahrhundert n. Chr.) und im inneren Teil befindet sich eine weitere Eremitenzelle. In den weichen Stein des Höhlendaches und der Wände wurden Kreuze eingraviert. Die Höhlenwände waren mit dickem Putz und verschiedenen Zeichnungen bedeckt. Einige der alten Farben sind an dieser Stelle noch zu sehen. Vom Höhleneingang aus hat man einen schönen Blick nach Süden auf den Fließkanal des Baches Zin. Besonders beeindruckend ist diese Stelle bei Hochwasser, und man kann auch den schönen Akazienhain neben den Salvadora-Büschen im Flussbett sehen.

Neben den Höhlen, gegenüber dem Bach Zin, befindet sich eine Gedenkstätte für Michael Bloom, Shmuel Bernstein und Harry Lubjanow, die dort am 3. Januar 1939 ermordet wurden. Die Morde fanden während der Unruhen des arabischen Aufstandes gegen das britische Mandat und die Juden in Eretz Israel statt.

Ein kurzer Weg führt auf den nahegelegenen Hügel, auf dem sich ein Aussichtspunkt zum Gedenken an den im Militärdienst gefallenen Soldaten Amir Philosoph (11.02.2001) befindet. Amir liebte die Wüste sehr und reiste viel durch das Land. Seine Familie richtete den Aussichtspunkt zu seinem Gedenken ein. Von der Spitze des Hügels bietet sich ein beeindruckender Panoramablick: Im Norden ist der Berg Sodom zu sehen, und im Osten des Berges sind die Totes-Meer-Werke und die Salzwiesen deutlich zu erkennen. Oberhalb und westlich des Berges Sodom sieht man die Hänge der Rom-Klippen und darauf den Berg Tzurim und den Berg Hamarmar. Im Süden und Südwesten sind die Mündungen der Bäche Zin, Peres und Tamar zu sehen, die gemeinsam in den Zin-Stausee entwässern. Deutlich zu sehen sind auch die Hügel, die aus den Sedimenten des alten „Zungen“-Sees entstanden sind.

Wir empfehlen Ihnen, Ihr Auto auf dem kleinen unbefestigten Platz neben einem Schild zu parken, das auf die Höhlen der Mönche hinweist. Ein kurzer Spaziergang führt Sie zu den Höhlen. Wenn Ihr Besuch beendet ist, können Sie zurückgehen und sich auf den Weg zum Aussichtspunkt und dem nahegelegenen Denkmal zur Erinnerung an Amir Philosoph machen.

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise!

 

Allgemeine Angaben zum Ort
  • Empfohlene Saison - das ganze Jahr
  • Freier Eintritt
  • Geeignet für Alleinreisende
  • Geeignet für Familien
  • Lineare Fahrt
  • Privatwagen-Route
  • Schwierigkeitsgrad - leicht
  • Wanderweg
Standort auf einer Karte
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Mail|moked@ma-tamar.co.il Adresse| Mönchshöhlen
Telefon|08-8000210 Aktivitätszeit|

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